Konzert der Schüler der Blüthner Klavierschule


Angelika Gabris Angelika Gabris eröffnete das Konzert mit zwei Eigenkompositionen mit den Titeln Companiá I und Companiá II. Diese gelungenen Stücke entstanden durch die Beschäftigung mit der Musik von Philip Glass. Anschließend improvisierte sie im lateinamerikanischen Stil ein vom Ostinato geprägtes Stück mit dem Titel "Santafé". Überzeugend endete sie mit einigen Sätzen aus Händels Suite in D-Moll.


Franziska Hinkel, die "Jüngste" in der Klavierschule, intonierte zusammen mit Thilo Plaesser zwei vierhändige Stücke des italienischen Komponisten E. Pozzoli. Anschließend spielte sie eine erstklassige Version der Metamorphose I von Philip Glass. Ihre Musikalität konnte sie bei zwei Kompositionen von J.S. Bach besonders ausleben: das erste Präludium in C-Dur aus dem WTK und die Air aus der Suite Nr. III. Dass sie erst seit ca. 10 Monaten Klavier spielt, verblüffte die Zuhörer nach dem 1. Satz von Beethovens "Mondscheinsonate". Franziska Hinkel


Anton Pickel Anton Pickel spielte zuerst ein im "alten Stil" gehaltenes Stück mit dem Titel "Der klare Bach". Nach einem eher "groovigen" Lullaby kam er bei einer Bluesimprovisation erst richtig "in Fahrt". Hier spürte man, wo seine musikalisichen Wurzeln liegen. Gekonnte Bassläufe und ein überraschender Schlussakkord beendeten seinen Auftritt.


Thomas Lang eröffnete ebenfalls mit dem C-Dur Präludium von J.S. Bach aus dem WTK. Interessant war zu hören, wie unterschiedlich das gleiche Stück interpretiert von verschiedenen Spielern klingen kann. Genau das macht ja den Reiz der Interpretation aus. Danach folgten zwei eigene Arrangements über die Standards "How high ist the moon" und "Can´t falling in love.". Farbige Harmonien und ein swingender Rhythmus machten das Zuhören zu einer echten Freude. Thomas Lang


Winfried Schöpf Winfried Schöpf begann ebenfalls mit Bach, mit der zweistimmigen Invention in B-Dur. Nach Robert Schumanns "Glückes genug" aus den Kinderszenen erschloss er den Zuhörern die Tiefe und Farbigkeit des Ges-Dur Impromtu von Franz Schubert. Ein selten gespieltes Stück ist die Sonatine von Aram Chatschaturjan aus dem Jahre 1959. Hier zeigte er Gespür für feinste Nuancierungen in der Dynamik im 2. Satz. Treffsicherheit, vor allem in der linken Hand, ist gefragt beim Ragtime Spiel. Auch hier überzeugte er mit Scott Joplins "Original Rags".


Sigrid Wurm mußte eineinhalb Stunden warten, ehe sie am Flügel Platz nehmen konnte. Von Beginn an tauchte sie in die Klangwelt von Philip Glass ein. Aus dem Film "The Hours" spielte sie das gleichnamige Klavierstück. Danach folgte die Metamorphose IV. Von Anfang an nahm Sie die Hörer mit auf eine meditative Reise. Ganz durchdrungen von dieser Musik spielte sie die rhythmisch anspruchsvollen Veränderungen und nutzte die dynamische Bandbreite des Konzertflügels (Modell 2) gefühlvoll aus. Man wollte aus diesen Klangflächen gar nicht mehr auftauchen, wäre da nicht das nächste Stück von Ludovico Einaudi gewesen. Auch dies, meditativ im "New Age Stil" aber klanglich ganz anders als die Musik von Glass. Spannend nahm Sigrid Wurm auch hier den Hörer an die Hand und führte ihn durch den lang gespannten Melodiebogen. Mit dem "Modern Love Waltz" kehrte sie noch einmal zurück zu Philip Glass. Auch dieses Stück zog die Hörer sofort wieder in ihren Bann. Ein melancholischer Tanz, der ganz "offen" und leise endete... Sigrid Wurm

Ein ganz besonderer Abschluss...


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In der Blüthner Klavierschule für Erwachsene in Wien









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